Ausgewählte kürzlich gelesene Texte – umweltnetz.ch/Toni W. Püntener

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3.8.26 (Aktualisierung 16:40)

1.8.26

Klimaexperte Mojib Latif: „Menschen in Deutschland wollen keine Veränderungen“ Klimaforscher Mojib Latif warnt seit den 80er-Jahren vor der Erderwärmung — gehört wurde er lange nicht. In seinem neuen Buch widmet er sich nun der globalen Süßwasserknappheit. Steht uns ein globaler Wasserbankrott bevor? Ein Gespräch (www.freitag.de, 1.8.26)

Der Klimaschmutzminister: Was macht eigentlich Carsten Schneider? Die Bundesregierung bremst beherzt beim Klimaschutz. Noch schlimmer ist fast, dass sich der zuständige Minister nicht dafür zu interessieren scheint. mehr... (taz.de, 1.8.26)

Klima-Turbo für das Feuerwetter Eine Schnellanalyse zu den jüngsten Bränden in Frankreich und Spanien zeigt, dass die Erderwärmung die gefährliche Kombination aus Hitze, Trockenheit und Wind massiv verstärkt. - (klimareporter.de, 1.8.26)

31.7.26

Hitze, Dürre und Existenzängste | «Entweder diese Schufterei wird wertgeschätzt, oder ich stelle meine Bewässerung ab» Die Trockenheit zwingt den Bauer Andi Maurer seit Monaten zu Nachtarbeit und kostet ihn wöchentlich 15'000 Franken. Nun fordert er eine Entschädigung — und bringt damit einen Stein ins Rollen. | Die Trockenheit trifft die Landwirtschaft hart: Ein Bauer aus Trüllikon fordert, dass sein zusätzlicher Aufwand entschädigt wird. | Der Zürcher Bauernverband fordert rasche Preisanpassungen von Handel und Grossverteilern. | Grossverteiler wie Migros und Coop stellen bisher keine konkreten Preiserhöhungen in Aussicht. | Andi Maurer kniet jeden Tag auf seinen Äckern nieder und prüft mit einem Schäufelchen die Erde. Der Gemüsebauer seufzt am Telefon. Das Verdikt sei seit drei Monaten identisch: zu trocken. Das heisst für ihn: «Bewässern, bewässern, bewässern.» | Eigentlich hat der Bauer keine Zeit, mit den Medien zu sprechen. «Aber das ist jetzt wichtig», sagt er. Die Nächte, die er seit Mai durchgeschlafen hat, kann er an einer Hand abzählen. (www.tagesanzeiger.ch, 31.7.26)

Tourismus profitiert von Hitzeflucht Die anhaltende Hitzewelle hat vielen höhergelegenen Tourismusgebieten bisher viele Buchungen beschert. Das fällt insbesondere im Bergkanton Graubünden ins Gewicht. (www.persoenlich.com, 31.7.26)

30.7.26

90 Prozent weniger: So wollen Forscher den Energiehunger der KI eindämmen - Ein Forschungsteam aus Deutschland hat neue energiesparende KI-Modelle vorgestellt. Der Stromverbrauch könnte um bis zu 90 Prozent sinken. - (www.faz.net, 30.7.26)

Bergtourismus: High Noon in der Knödelküche Es ist Hochsaison in den Alpen. Für die Hüttenwirte heißt das: Helikopterlieferungen, Knödel raushauen, Angst vor Wassermangel. Ein Besuch im Alpenpalast. mehr... (taz.de, 30.7.26)

«Über das Sterben reden ist gesund» Lebensqualität in der letzten Lebensphase bedingt oft die Entscheidung, unangemessene Behandlungen wegzulassen, sagt Palliativ-Seelsorger Daniel Burger. Ein neuer Kurs hilft Angehörigen und Begleitpersonen dabei. (www.forum-magazin.ch, 30.7.26)

Gesundes Essen, gesunder Planet Eine weltweite Umstellung auf die "Planetary Health Diet" würde laut einer neuen Studie weniger Treibhausgase, weniger Landverbrauch und günstigere Lebensmittel bringen. Doch auf dem Weg dorthin gibt es viele Hürden. - (klimareporter.de, 30.7.26)

Beschwerde gegen Bundesrat und Bundeskanzlei Die Urheber der Volksinitiative «Für eine sichere Ernährung» haben Abstimmungsbeschwerde eingereicht. Sie kritisieren die Angaben im Abstimmungsbüchlein als irreführend. (www.persoenlich.com, 30.7.26)

Leben von der Substanz Am heutigen 30. Juli hat die Menschheit rechnerisch die natürlichen Ressourcen verbraucht, die sich binnen eines Jahres erneuern können. Doch verändert das Wissen auch Politik und Verhalten? - (klimareporter.de, 30.7.26)

Der ökologische Fußabdruck der Menschheit bleibt zu hoch Die Welt verbraucht zu viele Ressourcen. Über das letzte halbe Jahrhundert hat sich der Verbrauch mehr als verdreifacht. Der Erdüberlastungstag verdeutlicht den Überkonsum der Menschheit. (www.energiezukunft.eu, 30.7.26)

INTERVIEW - Psychologische Tricks gegen die Hitze: «Es geht darum, den Bereich der thermischen Behaglichkeit zu erweitern» Der Wahrnehmungspsychologe Charles Spence erklärt, wie wir die Klimaanlage in unserem Kopf mithilfe der anderen Sinne überlisten können. (www.nzz.ch, 30.7.26)

«Tote Felder», Hitzestress für Pflanzen und Kühe: Die Trockenheit belastet die Schweizer Bauern Ihre Kulturen verdorren, und wegen Futtermangel müssen mancherorts Kühe geschlachtet werden. In der Landwirtschaft rechnet man mit Ertragsausfällen und diskutiert über die Politik des Bauernverbandes. (www.nzz.ch, 30.7.26)

Welterschöpfungstag: Warnung vor Billigplattformen Am 30. Juli ist die Menschheit heuer rechnerisch an jenem Punkt angelangt, an dem alle natürlichen Ressourcen verbraucht sind, die die Erde innerhalb eines Jahres erneuern kann. Ab diesem sogenannten Welterschöpfungstag lebt die Welt ökologisch auf Kredit. (www.krone.at, 30.7.26)

29.7.26

Verhaltensänderungen managen Assistenzprofessorin Sybilla Merian untersucht, wie sich Verhalten messen, verstehen und gezielt verändern lässt. Dabei zeigt sie, dass Verhaltensänderung nicht nur ein psychologisches Phänomen, sondern auch ein strategisch relevantes Managementthema ist. | Warum scheitern gute Vorsätze so häufig an der Umsetzung? Die Diskrepanz zwischen intendiertem und tatsächlichem Verhalten — in der Literatur als Intention-Behavior-Gap beschrieben — ist eines der zentralen Probleme der angewandten Verhaltensforschung. Obwohl Individuen klare Absichten formulieren, bleibt das entsprechende Handeln oft aus. Dieses Phänomen verweist auf ein komplexes Zusammenspiel aus situativen Barrieren, motivationalen Konflikten und strukturellen Rahmenbedingungen. | Die Analyse solcher Verhaltensdiskrepanzen bildet den Kern meiner Forschung. Dabei verstehe ich Verhaltensveränderungen nicht als rein psychologisches Problem, sondern als strategisch relevantes Managementthema. (www.unilu.ch, 29.7.26)

Energiewende und Ökokrise: Menschheit lebt auf Pump Die Menschheit lebt auf Pump – und ausgerechnet zum Overshoot Day kappt die Bundesregierung die Solarförderung. Damit belastet sie kleine Anlagenbetreiber zusätzlich und schwächt jene, die die Energiewende beschleunigen. (www.jungewelt.de, 29.7.26)

Phänomen Klimaangst: Wenn nicht nur die Hitze für schlaflose Nächte sorgt Hitzewellen, Waldbrände – der Klimawandel macht einem Drittel der Schweizerinnen und Schweizer grosse Sorgen. Die Basler Psycho­login Elisabeth Glunz erklärt, wie man am Besten damit umgeht. (www.tagesanzeiger.ch, 29.7.26)

Trocknet die Schweiz aus? Die Schweiz ist von extremer Trockenheit betroffen, insbesondere nördlich der Alpen und im Wallis. Die hohen Temperaturen der Jahrhundert-Hitzewelle von Mitte bis Ende Juni und ein seit dem Frühling anhaltendes Niederschlagsdefizit haben dazu geführt. Die bisherigen Niederschläge konnten die Situation vorerst nicht entschärfen. Warum nicht? Wir haben bei Manuela Brunner, Assistenzprofessorin an der ETH Zurich und am WSL-Institut für Schnee-und Lawinenforschung SLF, nachgefragt. Zudem haben wir die wichtigsten Informationen zu Trockenheit in Zeiten des Klimawandels zusammengestellt. | Zwischen April und Juni war die ganze Schweiz, abgesehen vom Engadin und Südbünden sowie vom Mittel- und Südtessin, während mehr als 90 Tagen von einem grossen bis extremen Niederschlagsdefizit betroffen. Die grössten Defizite wurden im Wallis sowie im Mittelland verzeichnet, wo die Niederschlagsmengen nur 45 bis 60 % im Vergleich zur Norm betrugen. (www.linkedin.com, 29.7.26)

Verheerende Brände werden durch die #Erderwärmung immer häufiger – davor hat z.B. der Sonderbericht zu Klimawandel und Land des #IPCC schon 2019 gewarnt. https://www.tagesschau.de/video/video-1622340.html | @rahmstorf.bsky.social on Bluesky (bsky.app, 29.7.26)

Erdüberlastungstag: Menschheit lebt ab Donnerstag auf Pump Menschen verbrauchen zu viele Ressourcen. Mehr als 1,7 Erden wären nötig, um ihren Bedarf zu decken. Wie ließe sich der Erdüberlastungstag verschieben? mehr... (taz.de, 29.7.26)

Grünes Licht für Beschaffung neuer Elektrobusse Der Stadtrat bewilligt die finanziellen Mittel für den Kauf von acht Elektro-Standardbussen und zwölf Elektro-Gelenkbussen. Die VBZ nehmen die neuen Busse der Hersteller Yutong France und Daimler Buses Schweiz voraussichtlich ab Mitte 2027 in Betrieb. (www.stadt-zuerich.ch, 29.7.26)

28.7.26

Death & Grief Tech – Was passiert mit unseren Daten nach unserem Tod? Als ich zum ersten Mal über den Begriff «Death Tech» stolperte, schossen mir sofort Bilder aus Blockbustern wie «Terminator» oder «I, Robot» durch den Kopf. Doch, nachdem ich mir das Thema etwas näher angeschaut habe, verstehe ich besser, warum sich TA-SWISS für eine Studie zu diesem Thema entschieden hat. Es geht nicht um Science-Fiction, sondern um eine sehr konkrete digitale Realität. «Death Tech» ist sozusagen Teil unseres Lebens geworden. | Dabei lassen sich zwei spannende Bereiche unterscheiden. «Death Tech» bezeichnet digitale Tools und Dienstleistungen rund um die Regelung des digitalen Nachlasses noch zu Lebzeiten. Im Zentrum steht hier die Frage, was mit den Spuren geschehen soll, die wir — auch über den Tod hinaus — im Internet hinterlassen. «Grief Tech» hingegen bietet den Hinterbliebenen Unterstützung bei der Verarbeitung des Hinschieds eines Angehörigen. Der Einsatz digitaler Tools wie Apps, Chatbots oder KI-Avatare dient also der Trauerbewältigung. (www.ta-swiss.ch, 28.7.26)

Papst Leo XIV.: Technik soll stets Wahrheit und Gutem dienen - - Papst Leo XIV. hat die katholische Kirche aufgerufen, „eine Kommunikation zu fördern, die angesichts der neuen Möglichkeiten, die die technologische Entwicklung bietet, die Würde des Menschen zu wahren weiß“. Das katholische Kirchenoberhaupt äußerte sich in einer von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichneten Botschaft an Teilnehmer eines Internationalen Seminars über die Kommunikation der Kirche vom 27.–28. Juli an der Päpstlichen Katholischen Universität in Santiago de Chile. - Alles lesen -   - - (www.vaticannews.va, 28.7.26)

Marcel Hänggi zum Umgang mit Hitze und Klimaanlagen – Hitzeanpassung ist mehr als klimatisieren [21.7.2026] Klimaanlagen können eine sinnvoll sein. Aber die Verengung der Debatte auf Klimaanlagen blendet vieles aus. | Die Schweizerische Energie-Stiftung anerkennt, dass Klimaanlagen in manchen Fällen notwendig sind, gerade auch zur kurzfristigen Klimaanpassung. Wie jede Technik ist aber auch die Raumkühlung durch Klimaanlagen nur sinnvoll, wenn sie zweckmässig genutzt wird. Zweckmässig sind Klimaanlagen dort, wo Kühlung ein echter Bedarf und kein blosser Luxus ist und mit passiven Mitteln nicht erreicht werden kann. | Das Thema Hitzeanpassung ist zu wichtig, um auf die Klimaanlage reduziert zu werden. Hitze muss in ihrer sozialen Dimension verstanden werden. Zu den Alternativen, wie mit Hitze umgegangen werden kann, gehören auch öffentliche Angebote wie Climate shelters und Sozialpraktiken wie die Siesta oder allgemeiner ein flexibilisierter Umgang mit Arbeits- und Unterrichtszeiten. Raumkühlung aus blossem Komfort- oder gar Prestigebedürfnis unterminiert die Bereitschaft, (energiestiftung.ch, 28.7.26)

Earth Overshoot Day 2026 Menschheit verbraucht natürliche Ressourcen von 1,73 Erden, dabei ist ein ressourcenschonendes Leben möglich (www.wwf.de, 28.7.26)

Interview zum Klimawandel: «Gut möglich, dass der Zürichsee in den nächsten Jahren über 30 Grad erreicht» Bakterien, Algen und Quallen: Die Professoren Jakob Pernthaler und Thomas Posch von der Uni Zürich erklären, warum sich Badende im Zürichsee künftig an ein verändertes Ökosystem gewöhnen müssen. (www.tagesanzeiger.ch, 28.7.26)

27.7.26

Entwaldung: Papier frisst Urwald Der Gebrauch von Papier und Pappe steht für Nachhaltigkeit. Trotzdem werden Regenwälder dafür abgeholzt, und auch europäische Wälder leiden unter der steigenden Nachfrage nach faserbasierten Verpackungen. (www.jungewelt.de, 27.7.26)

Extreme Hitze: Warum Europas Dürren heute anders entstehen Wie stark beeinflusst der Klimawandel Dürren in Europa? Eine Studie kommt zu klaren Ergebnissen: Hitze lässt Wasser schneller verdunsten und macht landwirtschaftliche Trockenheit in Westeuropa etwa fünfmal wahrscheinlicher. - (klimareporter.de, 27.7.26)

25.7.26

"Klimaanpassung ist jetzt das A und O" Einen Turbo bei der Klimaanpassung fordert Klimaforscher Mojib Latif. Maßnahmen zum Hitzeschutz in Krankenhäusern, Seniorenheimen, Schulen und Kindergärten sollten aus dem Sondervermögen, dem Klima- und Transformationsfonds und dem Abbau umweltschädlicher Subventionen finanziert werden. - (klimareporter.de, 25.7.26)

24.7.26

«Vision Zero» | Stadtzürcher Grüne lancieren Initiative gegen schwere Verkehrsunfälle Der Vorstoss soll den Stadtrat zu Massnahmen für mehr Verkehrssicherheit verpflichten. Vor allem Personen zu Fuss, auf dem Velo, dem E-Trotti und dem Töff sollen geschützt werden. | Die Grüne Partei der Stadt Zürich lanciert eine Initiative, um die Zahl der Schwerverletzten und Toten im Strassenverkehr auf null zu reduzieren. Der Vorstoss mit dem Titel «Vision Zero» soll dieses Ziel in der Zürcher Gemeindeordnung verankern, wie die Grünen am Donnerstag mitteilten. Strassen und Regeln sollen damit so gestaltet werden, dass menschliche Fehler nicht tödlich enden. | Konkret vom Stadtrat gefordert werden: Eine verbindliche Strategie mit überprüfbaren Zwischenzielen von 2030 bis 2040. | Der Ausbau sicherer Infrastruktur für den Fuss- und Veloverkehr, insbesondere an Konfliktpunkten mit motorisiertem Verkehr. | Die systematische Temporeduktion an Unfallschwerpunkten und in sensiblen Bereichen wie Schulwegen, Wohnquartieren und rund um Alters- und Gesundheitseinrichtungen. | Sowie (www.tagesanzeiger.ch, 24.7.26)

Wassermangel und Dürre: Wie Städte gegensteuern können – www.gebaeudetechnik-news.ch Während Meteorologen bereits vor der nächsten Hitzewelle warnen, verschärft sich die Trockenheit in vielen Teilen Deutschlands. Der Bodensee liegt deutlich unter seinem üblichen Wasserstand. Die Donau führt regional so wenig Wasser wie seit Jahrzehnten nicht mehr, auch am Rhein sinken die Pegel. Für Schifffahrt, Landwirtschaft, Industrie und Wasserversorger wächst der Druck, mit den vorhandenen Ressourcen effizienter umzugehen. Für Städte und Kommunen wird eine Frage immer dringlicher: Wie lässt sich die Wasserversorgung auch in langen Dürreperioden sichern? | 1. Regenwasser dort halten, wo es fällt | 2. Wasserverluste im Leitungsnetz reduzieren | 3. Wasser mehrfach nutzen | 4. Wasserentnahmen transparenter steuern | 5. Städte entsiegeln und begrünen | Auch Privathaushalte können Wasser sparen (www.gebaeudetechnik-news.ch, 24.7.26)

Short-term action is key for gigaton-scale Direct Air Capture by 2050 Direct Air Capture (DAC) is widely considered essential for achieving net-zero and net-negative emissions, yet its potential to scale to climate-relevant levels remains uncertain. Here we show that the future deployment of DAC depends primarily on early capacity expansion and growth dynamics rather than on long-term demand targets alone. Using a probabilistic technology diffusion model informed by historical analog technologies and uncertain future demand, we explore a wide range of possible global DAC deployment pathways to 2050. We find that if DAC follows growth trajectories similar to ammonia synthesis technologies and liquefied natural gas, deployment is likely to remain at the megaton scale by mid-century. However, gigaton-scale deployment becomes plausible under rapid growth and strong early policy support. Our results identify short-term capacity expansion as the most effective lever for accelerating DAC deployment and highlight the critical importance (www.nature.com, 24.7.26)

Ausbau von CO2-Filteranlagen | Warum beim Klimaschutz auch «Plan B» zu scheitern droht Um 2050 klimaneutral zu werden, setzt die Schweiz auch auf das Filtern von CO2 aus der Luft und dessen Lagerung im Untergrund. Nun zeigt eine Studie: Diese Methode könnte unbedeutend bleiben. | Eine neue Studie warnt, dass der Ausbau von CO2-Filteranlagen viel zu langsam voranschreitet. | Ohne massive politische Unterstützung noch in diesem Jahrzehnt bleibt die Entfernung von CO2 aus der Luft bedeutungslos. | Die Schweiz müsste bis 2050 sieben Millionen Tonnen CO2 jährlich direkt aus der Luft filtern. | Die EU plant, dauerhafte CO2-Entfernungen ins Emissionshandelssystem aufzunehmen, was als positives Zeichen gilt. | Eine Studie in «Nature Communications» unter Schweizer Federführung zeigt nun: Ohne schnelles, massives Handeln wird diese CO2-Entfernung innerhalb der kommenden 25 Jahre kaum in Fahrt kommen und weit hinter dem Ziel zurückbleiben, Milliarden Tonnen CO2 pro Jahr aus der Luft zu filtern. (www.tagesanzeiger.ch, 24.7.26)

Attributionsstudie zum Hitzeereignis in Deutschland im Juni 2026 Im Jahr 2026 startete der Sommer mit Extremen: Noch nie hat der Deutsche Wetterdienst so lange am Stück vor Hitze gewarnt. Dabei verlief die Hitzewelle in weiten Teilen Deutschlands unterschiedlich: Während es vor allem im Westen und Süden durchgehend heiß war, war der Osten erst zum Ende der Hitzewelle stark betroffen. Das Ereignis erreichte dort mit einer Maximaltemperatur von 41,8 °C am 27. Juni in Möckern-Drewitz seinen Höhepunkt. (www.dwd.de, 24.7.26)

«Tal der Schwalben» von Seraina Kobler: Der Strom wird knapp Die Zürcher Schriftstellerin entwirft in ihrem neuen Roman das dystopische Szenario einer Schweiz, die mit ökologischen Problemen ringt. Die Ausgangslage ist interessant, der Roman krankt aber an einer poetisch überfrachteten Sprache. (www.nzz.ch, 24.7.26)

23.7.26

Warum die Schweiz ein Stromabkommen mit der EU braucht Christian Bühlmann, Stv. Leiter Internationales, Bundesamt für Energie und Michael Kiefer, Stv. Chef Sektorielle Angelegenheiten, Abteilung Europa, Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten | Die Schweiz ist eng in das europäische Stromsystem eingebunden. Rechtlich gehört sie aber nicht zum Strombinnenmarkt der EU. Das schafft zunehmend Kosten und Risiken bezüglich Versorgungssicherheit und Sicherstellung des stabilen Betriebs der Stromnetze. Das geplante Abkommen mit der EU sichert die Einbindung der Schweiz ins europäische Stromsystem ab und stärkt den Handel und den Austausch von Strom in Europa. | Die Schweiz ist physikalisch eng ins europäische Stromsystem eingebunden. Über 41 Leitungen fliesst ständig Strom über die Grenzen. Seit den 1990er-Jahren hat die EU einen integrierten Strombinnenmarkt aufgebaut. Gehandelt wird Strom für denselben Tag oder Tage, Wochen oder Monate im Voraus. Die Mengen übersteigen den Schweizer Stromverbrauch um ein 30-faches. (energeiaplus.com, 23.7.26)

Stopp des Förderbonus und Verschiebung der Filterpflicht für Holzheizungen: Deutsche Umwelthilfe wirft Bundesregierung mutwillige Feinstaubbelastung vor Bundesregierung beendet überraschend Förderbonus für emissionsärmere Holzheizungen und verschiebt Inkrafttreten eines strengeren Staub-Grenzwertes um mehr als ein Jahr auf den 1. Oktober 2027 | 57.564 Todesfälle im Jahr: Feinstaubbelastung liegt 2026 in weiten Teilen Deutschlands oberhalb des neuen EU-Luftqualitätsgrenzwerts | Bundesregierung ignoriert auf Druck der Industrie das von der DUH erwirkte Urteil auf Verschärfung des Nationalen Luftreinhalteprogramms — finale Verhandlung über Revision erfolgt am 16. September vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig (www.duh.de, 23.7.26)

Sechs Kerninfos, die einen Unterschied machen, ob Menschen sich für #Klimaschutz einsetzen. Sechs Kerninfos, die jede:r kennen sollte. | Jetzt als gedrucktes Poster oder als digitale Infografik hier zu bekommen: https://www.klimafakten.de/papier-publikationen | @dwdderwetterdienst.bsky.social | @klimafakten.bsky.social on Bluesky (bsky.app, 23.7.26)

Hitzesommer verändert die Verhältnisse im Hochgebirge – Sommer 2026 Die anhaltende Hitze verändert die Verhältnisse im Hochgebirge. Während einige Touren sehr gute Bedingungen bieten, sind andere aussergewöhnlich anspruchsvoll. | Der schneearme Winter, das sehr warme Frühjahr und die wiederholten Hitzeperioden seit Sommerbeginn haben die Bedingungen im Hochgebirge verändert. Viele Gletscher sind bereits stark ausgeapert: Die schützende Schneeschicht ist geschmolzen und das blanke Eis liegt frei. Dadurch können klassische Hochtouren schwieriger sein als in den vergangenen Jahren. Spaltenzonen liegen offen da und grosse Bergschründe tun sich auf. Dies verändert manche Zustiege und macht es stellenweise schwierig, die richtige Route zu wählen. Einzelne Anstiege sind deshalb zurzeit nicht empfehlenswert. | Auch der auftauende Permafrost wirkt sich auf die Verhältnisse aus. In einigen Gebieten nimmt die Steinschlaggefahr zu, und einzelne Geländeabschnitte können instabil werden. | Marcel Kraaz, Bergführer und Ressortleiter Breitensport beim SAC, rät allen, (www.sac-cas.ch, 23.7.26)

Initiative für eine sichere Ernährung: Gute Zielsetzung, unrealistische Umsetzung Nachdem das Parlament einen griffigen Gegenvorschlag zur Initiative für eine sichere Ernährung abgelehnt hat, kommt diese nun am 27. September zur Abstimmung. Sogar die linken Parteien lehnen sie ab: Der stärkere Fokus auf pflanzliche Lebensmittel sei zwar sinnvoll, beim geforderten Selbstversorgungsgrad fordere die Initiative allerdings Unrealistisches. | Die Initiative für eine sichere Ernährung («Ernährungsinitiative») will Ernährungssicherheit und Umweltschutz stärker miteinander verknüpfen. Gemäss Initiativtext soll der Bund künftig auch sauberes Trinkwasser sichern und natürliches Saatgut fördern. Gleichzeitig sollen Bund und Kantone verpflichtet werden, Ökosysteme und Biodiversität zu erhalten und die 2008 geltenden Höchstwerte für Stickstoff- und Phosphorverbindungen einzuhalten. Zudem will die Initiative auch, dass der Bund einen Netto-Selbstversorgungsgrad mit Lebensmitteln von mindestens 70 Prozent anstrebt. (direkt-magazin.ch, 23.7.26)

Umrüstung auf E-Antrieb: Mit dem Qualmen aufgehört Was wäre, wenn Millionen Benziner und Diesel auf E-Antrieb umgerüstet würden? Eine Studie sieht grosses ökologisches Potenzial. Doch es gibt auch Hürden. (www.tagesanzeiger.ch, 23.7.26)

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