Ausgewählte kürzlich gelesene Texte – umweltnetz.ch/Toni W. Püntener

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12.4.26 (Aktualisierung 23:44)

Neues Buch «Kurzschluss» von Claudia Kemfert | Die Chancen der fossilen Megakrise Die Energieökonomin Claudia Kemfert schreibt erneut gegen die Märchen der Öl- und Gaslobby an und listet trotz aller Anfeindungen die Vorteile der Klimawende auf. Der Iran-Krieg gibt ihr auf tragische Weise recht. (www.sueddeutsche.de, 12.4.26)

Folge des Klimawandels | Waldbrände nehmen zu – und bedrohen immer mehr Tiere: Fast 10'000 Arten sind betroffen Wie wirken sich häufigere Brände auf gefährdete Tierarten aus? Forschende warnen, dass aktuelle Schutzkonzepte diese Gefahr unterschätzen. | Im Zuge der globalen Erwärmung steigt die Gefahr von Waldbränden. | Ein Team der Universität Göteborg zeigt, dass Waldbrände eine immer grössere Bedrohung für die Artenvielfalt darstellen. | Eine Zunahme von Flächenbränden könnte Tierarten dem Aussterben näher bringen. | Zunehmende Waldbrände bedrohen neben Landschaften und Lebensräumen auch viele Tierarten. Auf etliche ohnehin schon gefährdete Arten kämen zusätzliche Bedrohungen zu, wenn Flächenbrände im Zuge des Klimawandels häufiger würden und in noch mehr Regionen aufträten, schreibt ein Forschungsteam der Universität Göteborg im Fachjournal «Nature Climate Change». | Für diese Analyse haben die Forscher mittels künstlicher Intelligenz verschiedene Klimamodelle daraufhin analysiert, wie sich die Erderwärmung darauf auswirken wird, wo Flächenbrände mutmasslich wie stark zunehmen werden (www.tagesanzeiger.ch, 12.4.26)

Planet Plüss: Energiewende: Bitte vorwärtsmachen Spätestens jetzt sollte klar sein: Wer auf erneuerbare Energien setzt, profitiert von stabilen Preisen und macht sich unabhängig von Gruselstaaten. Doch in Mitteleuropa regiert der Stillstand. (www.tagesanzeiger.ch, 12.4.26)

Energiegeld statt Energiepreisbremse Mit der anhaltenden Energiekrise steigt die Versuchung, steigende Kosten mit Preisdeckeln und versteckten Subventionen abzufedern. Das wäre ökologisch falsch, sozial ungerecht und ökonomisch ineffizient. Nötig ist ein direktes Energiegeld, das Belastungen fair ausgleicht und den Druck für die Energiewende aufrechterhält. - (klimareporter.de, 12.4.26)

11.4.26

Rechenzentren in der Schweiz: Die grossen Stromfresser erhalten vom Bund Geld zurück und profitieren von verbilligter Elektrizität Der Boom der Rechenzentren treibt den Stromverbrauch in die Höhe. Die Schweiz muss massiv in den Ausbau der Infrastruktur investieren. Das befeuert die Debatte, ob die energieintensive Tech-Industrie genug bezahlt. (www.nzz.ch, 11.4.26)

Staatshilfe für alte AKW? – Axpo-Forderung lässt Energieminister Rösti leer schlucken Die Stromfirmen wollen Staatshilfe, um die AKW Leibstadt und Gösgen länger laufen zu lassen. Albert Rösti winkt ab. (www.srf.ch, 11.4.26)

SIA unterstützt Netto-Null-Ziel 2040 der Schweiz – nbau. NACHHALTIG BAUEN Klare Vorbildfunktion der Bundesverwaltung soll ambitioniert umgesetzt und auf weitere Akteure ausgeweitet werden | Der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein (SIA) hat zur geplanten Anpassung der Klimaschutz-Verordnung Stellung genommen und begrüßt die darin vorgesehene Stärkung der Vorbildfunktion der Bundesverwaltung ausdrücklich. Das Ziel, bis 2040 Netto-Null zu erreichen, ist im Klima- und Innovationsgesetz verankert und entspricht auch der strategischen Ausrichtung des SIA, der dieses Ziel mit seinem Aktionsplan Klima, Energie und Ressourcen konsequent verfolgt. | Nach Ansicht des SIA kann der Bund mit einer klar formulierten und verbindlichen Vorbildfunktion eine zentrale Hebelwirkung entfalten. Dies gilt insbesondere, wenn neben den direkten Emissionen auch die vor- und nachgelagerten Emissionen berücksichtigt werden und damit die gesamten Lieferketten in den Blick geraten. (www.nbau.org, 11.4.26)

Lebenswerte Stadt: Warum Zürich kinderfreundlicher werden muss Zürich gilt als lebenswerteste Stadt der Welt. Unser Kolumnist widerspricht: Für Kinder sei die Limmatstadt alles andere als sicher – und gleiche vielmehr einem gefährlichen Spielplatz, schreibt Thomas Hug-Di Lena. (tsri.ch, 11.4.26)

10.4.26

Spritpreise und Verkehrswende: Warum die Krise jetzt zur Chance werden könnte Während die Preise an den Zapfsäulen steigen, ringt die Bundesregierung um Antworten. Zwischen Steuerentlastung, Tempolimit und Deutschlandticket steht die große Frage nach der Zukunft der Mobilität — große Hoffnung scheint nicht angebracht (www.freitag.de, 10.4.26)

Meinung | Folgen des Irankriegs | Die Welt wird besser, wenn wir weniger Erdöl verbrauchen Die Energiewende ist nicht nur ökologisch notwendig. Sie hilft auch der Wirtschaft und fördert den Frieden. | «Öffnet die verdammte Strasse, ihr verrückten Bastarde!» Die Tweets, die Donald Trump rund um die blockierte Strasse von Hormuz abgesetzt hat, sagen einiges über seinen Gemütszustand aus — und über die strategische Sackgasse, in die er sich mit seinen Militärschlägen im Iran manövriert hat. | Aber sie bringen auch Wahrheiten ans Licht, die uns alle betreffen. Nicht nur Trump ist darauf angewiesen, dass die Golfländer wieder Öl exportieren können. Die ganze Weltwirtschaft ist vom Frieden in der Region abhängig. | Die Diskussion über diese Abhängigkeit verläuft in der Schweiz erstaunlich flau. Man amüsiert sich in Memes über Trump und dessen Planlosigkeit: «Um deinen Feind zu verwirren, musst du zuerst dich selbst verwirren.» Man vergisst dagegen die fundamentalen Fragen, die sich nur vier Jahre nach dem letzten Energieschock erneut stellen. (www.tagesanzeiger.ch, 10.4.26)

Digitalisierung und Klimaschutz: Herausforderung oder Chance? Die Folgen der Digitalisierung für Klimaschutz, Beschäftigung und Wertschöpfung sind nicht eindeutig. Ein neuer Forschungsbericht im Auftrag des UBA zeigt anhand von verschiedenen Modellrechnungen, dass digitaler Wandel Wertschöpfung und Beschäftigung steigern kann, aber eine sozial-ökologische Transformation nicht automatisch vorantreibt und vielfach zu einer Zunahme der CO2-Emissionen führt. | Die zunehmende Digitalisierung kann auf der einen Seite Effizienzgewinne und Fortschritte für den Umweltschutz bringen. Auf der anderen Seite benötigt Digitalisierung auch einen zunehmenden Ressourcen- und Energieeinsatz und Effizienzgewinne können wiederum einen Mehrverbrauch von Ressourcen zur Folge haben. Studie „Digitalisierung und Klimaschutz: Herausforderung oder Chance?“ https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/digitalisierung-klimaschutz-herausforderung-chance (www.umweltbundesamt.de, 10.4.26)

"Die Attributionsforschung hat die Konversation in den Medien verändert" Der Einfluss des Klimawandels auf Extremwetter wie Starkregen und Hitzewellen wächst. Klimaphysikerin Friederike Otto erläutert, wie dieser Anteil in den letzten Jahren zugenommen hat und wie man ihn einzelnen Unternehmen und Staaten zuordnen kann. (klimareporter.de, 10.4.26)

Unfaire Konkurrenz durch wuchernde staatliche Beteiligungen Der Kanton Zürich und die Stadt Zürich betreiben heute so viele Privatunternehmen wie nie zuvor. Eine Studie im Auftrag der Unternehmergruppe Wettbewerbsfähigkeit (UGW) zeigt, dass die Zahl direkter und indirekter Beteiligungen von Kanton und Stadt in den letzten 15 Jahren massiv zugenommen hat. Zwischen 2010 und 2024 stieg ihre Zahl von 44 auf 119, ein Plus von 170 Prozent, allein in den Bereichen Energie und Informatik. In beiden Bereichen bestehen klar abgegrenzte öffentliche Aufgaben, daneben aber auch wettbewerbliche Märkte, in denen private Anbieter tätig sind. Dass der Staat ausgerechnet dort unternehmerisch expandiert, ist ordnungspolitisch falsch. (unternehmergruppe.ch, 10.4.26)

Kardinal Hollerich über Frauenweihe: Ein langfristiges Thema - - Die Weihe von Frauen zu Diakoninnen in der katholischen Kirche ist ein langfristiges Thema, das nur im Konsens der gesamten Kirche entschieden werden kann, um Spaltungen zu vermeiden. Das sagte uns der luxemburgische Kardinal Jean-Claude Hollerich in einem Interview an diesem Freitag. Gleichzeitig betonte er die Notwendigkeit, Frauen an Leitungsprozessen der Kirche teilhaben zu lassen. - Alles lesen -   - - (www.vaticannews.va, 10.4.26)

9.4.26

Neuer Bericht | Im Inland beginnt der Klimaschutz zu wirken – aber Herr und Frau Schweizer fliegen zu oft Der Flugverkehr verantwortet rund ein Viertel der gesamten Schweizer Klimawirkung. 60 Forschende fordern nun einen Kurswechsel, bevor es zu spät ist. | Die Schweiz erwärmt sich doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. | Neuste Daten zeigen, dass der Klimaschutz im Inland zu wirken beginnt — die Schweiz importiert aber weitaus mehr Emissionen. | Der Flugverkehr verantwortet rund ein Viertel der gesamten Schweizer Klimawirkung. Eine Trendwende ist nicht in Sicht. | Forschende empfehlen einen Mix aus Regulierung, Förderung sowie marktbasierter Lenkung. | Die Schweiz gehört zu den Ländern, in denen sich die Klimaerwärmung besonders stark bemerkbar macht. … «Seit einigen Jahrzehnten hat sich der Alpenraum etwa 2,2-mal stärker erwärmt als im globalen Durchschnitt», lautet das Fazit in einem Bericht, der von der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz erarbeitet und am Donnerstag unter der Bezeichnung «Brennpunkt Klima Schweiz» veröffentlicht wurde. (www.tagesanzeiger.ch, 9.4.26)

Waldbrand bei Bahnlinie: Feuer im Puschlav ist eingedämmt – 50 Hektar Schutzwald zerstört In Brusio haben die Nachlöscharbeiten begonnen, die Rhätische Bahn kann am Freitag wieder fahren. Auch die Stromversorgung soll bald wieder stehen. (www.tagesanzeiger.ch, 9.4.26)

2026-04-09 15:16:22 (emoticon) Neues aus der #UBAForschung: Ökologische Nachhaltigkeit gehört in die #Haushaltspolitik. Neuer Bericht im Auftrag des UBA zu #GreenBudgeting zeigt, wie wirkungs- und umweltorientierte Haushaltsführung gelingen kann: https://www.umweltbundesamt.de/themen/green-budgeting-oeffentliche-mittel-wirkung-lenken (social.bund.de, 9.4.26)

KOMMENTAR - Beim Klima sollte das grösste Wissenschaftsgremium der Schweiz mehr Offenheit für alle Optionen zeigen Die Akademie der Wissenschaften Schweiz vernachlässigt in einem Klimabericht Energiequellen wie Kernenergie und Geothermie. Sie sollte den Raum der Handlungsoptionen vergrössern, nicht verengen. (www.nzz.ch, 9.4.26)

Krise des Klimasystems – Die Schweiz tut zu wenig gegen den Klimawandel Eine neue Überblicksstudie zeigt, dass unser Land stärker betroffen ist als andere. Und dass es mehr tun müsste. (www.srf.ch, 9.4.26)

Nach Volksentscheid: Kann Hamburg bis 2040 klimaneutral werden? - Die Hansestadt kommt bei der Reduzierung von Emissionen nur teilweise voran. Für den Fall eines Scheiterns zeigt man vorsorglich auf Berlin. - (www.faz.net, 9.4.26)

Schneller bauen dank Netzexpress?: Ob Stromleitung oder Seilbahn: Möge die beste Variante gewinnen! Der Bundesrat will die Errichtung von Infrastruktur beschleunigen. Doch es wäre falsch, auf sorgfältige Variantenprüfungen zu verzichten. (www.tagesanzeiger.ch, 9.4.26)

Tempo 30 steckt im kommunalen Flickenteppich fest Mit Tempo 30 als gesetzlicher Regelgeschwindigkeit innerorts könnten Kommunen die Straßen sicherer, die Luft sauberer und die Orte lebenswerter machen. Die Reformschritte im Straßenverkehrsrecht des Bundes sind bisher zu klein. - (klimareporter.de, 9.4.26)

Marathonmythen im Check: Wann Laufen dem Hirn und dem Herzen tatsächlich schadet Über kaum eine andere Sportart kursieren so viele Gerüchte wie über den Laufsport. Unser Faktencheck zeigt, was wirklich stimmt. (www.tagesanzeiger.ch, 9.4.26)

„Sie fühlen sich echt an“: KI-Experten erklären, wie politische Deepfakes funktionieren KI-generierte Avatare sollen schnelles Geld bringen, sie lassen sich aber auch für politische Propaganda einsetzen. „Jessica Foster“ zum Beispiel trägt Militäruniform zu High Heels und tritt mit Donald Trump auf Content-Creator erstellen nicht nur gefälschte Bilder und Videos von Prominenten, sie erfinden auch „ganz gewöhnliche“ Personen und setzen diese in militärischen Kontexten ein. KI-Forschern zufolge lässt sich damit Geld verdienen und effektiv Propaganda betreiben. Einige dieser Online-Avatare sind sexualisierte Darstellungen von Frauen in Tarnkleidung, die ein großes Publikum erreichen und dazu beigetragen haben, ein idealisiertes Bild von Politikern wie Donald Trump zu zeichnen. Das funktioniere selbst dann, wenn die Betrachter wissen, dass die Inhalte nicht real sind, so die Experten.„Viele Menschen empfinden, dass sich diese Bilder, Videos und die darin enthaltenen Geschichten wahr anfühlen“, sagt Daniel Schiff, Juniorprofessor f&#25Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe des Freitag. (www.freitag.de, 9.4.26)

8.4.26

Wasserstoff-Faktencheck: Wo sich der Einsatz lohnt – und wo nicht Wasserstoff gilt als Hoffnungsträger der Energiewende. Doch wie realistisch sind die Erwartungen? Das Fraunhofer ISI hat über 100 Quellen ausgewertet und einen Faktencheck veröffentlicht, der die wichtigsten Mythen aufdröselt und Tatsachen zusammenfasst. | Die öffentliche Wasserstoff-Debatte weckt oft enorme Erwartungen. Doch die technologische und wirtschaftliche Realität hinkt den politischen Ambitionen hinterher. Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) hat in einem Meta-Faktencheck über 100 Quellen ausgewertet, um Klarheit zu schaffen. Das Papier liefert damit eine sachliche Basis für die hitzige Debatte. | Experten bezeichnen Wasserstoff aufgrund seiner Kostbarkeit und des hohen Produktionsaufwands häufig als „Champagner unter den Energieträgern“. Die Fraunhofer-Studie empfiehlt deshalb einen gezielten Einsatz dort, wo keine effizienteren Alternativen existieren. (www.basicthinking.de, 8.4.26)

Vom Menschen verursachte Treibhausgasemissionen treiben Hitze-Dürre-Extreme an und verstärken die Klimarisiken für Länder mit niedrigem Einkommen Neue Studie zeigt, dass kombinierte Hitze-Dürre-Ereignisse künftig häufiger auftreten werden und vor allem Länder treffen, die vergleichsweise wenig zum Klimawandel beitragen.v | Die vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen verstärken den Klimawandel und seine Auswirkungen — da ist sich die wissenschaftliche Gemeinschaft einig. Eine Folge davon ist, dass Extremereignisse wie Hitze und Dürren immer häufiger und intensiver werden. Eine neue Studie von Forschenden des Alfred-Wegener-Instituts in der Fachzeitschrift Geophysical Research Letters zeigt, dass vom Menschen verursachte Treibhausgasemissionen der Haupttreiber kombinierter Hitze-Dürre-Extreme sind. Die Studie unterstreicht auch Klimaungleichheiten: Länder mit niedrigem Einkommen sind einem unverhältnismäßig hohen Risiko solcher Extremlagen ausgesetzt, obwohl sie relativ wenig zu den globalen Emissionen beitragen. (www.awi.de, 8.4.26)

Katholische Kirche: «Die Kirche muss sich wichtigen Fragen stellen» Nur 15 Prozent der Bevölkerung nehmen die katholische Kirche positiv wahr, 27 Prozent der Mitglieder liebäugeln mit dem Austritt. Mit der Kampagne «miteinander — füreinander» will die Katholische Kirche im Kanton Zürich gegensteuern. Kommunikationsleiter Simon Spengler über die Grenzen einer Kampagne, nötige Reformen und die Apéro-Kultur. (www.persoenlich.com, 8.4.26)

7.4.26

Globale Nachhaltigkeit ist möglich Hoffnungslosigkeit angesichts von Klima- und Umweltkatastrophen rühren von einseitigen Zustands- und Trendbeschreibungen her. Es gibt bereits viele positive Entwicklungen. Nachhaltigkeit ist bei zielgerichtetem staatlichem und individuellem Handeln möglich. | Jörg Hofstetter studierte Elektroingenieurwesen an der ETH Zürich. Nach mehreren Jahren in der Industrie war er als selbstständiger Berater für Softwareprojekte tätig. Fast zwei Jahrzehnte wirkte er als Dozent und Forscher im Bereich Informatik an der Hochschule Luzern. Seit seiner Pensionierung ist er Herausgeber der Webseite „CO2 Netto Null“ … | «Wir haben die Chance, die erste Generation zu sein, die die Umwelt in einem besseren Zustand zurücklässt, als wir sie vorgefunden haben; die erste Generation der Menschheitsgeschichte, die echte Nachhaltigkeit erreichen kann.» Diese Behauptung stellt die Umweltwissenschaftlerin Hannah Ritchie in ihrem Buch «Hoffnung für Verzweifelte» in den Raum. (www.journal21.ch, 7.4.26)

«Miteinander – füreinander» | Katholische Kirche im Kanton Zürich Ostern startet die Reputationskampagne der Katholischen Kirche im Kanton Zürich. Unter dem Motto «miteinander — füreinander» soll das Engagement der Kirche im sozialen Bereich ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden. Dies mit Plakaten, einem Imagefilm und starker Präsenz in den Sozialen Medien. | Bevor es aber überhaupt an die Entwicklung ging, war es wichtig, den Status Quo zu ergründen. Zu diesem Zweck wurde bei der Forschungsstelle Sotomo eine Umfrage in Auftrag gegeben. Das Ergebnis wie erwartet: In Bezug auf die öffentliche Wahrnehmung hat die Umfrage ergeben, dass 65 Prozent der Befragten ein eher negatives oder negatives Bild der katholischen Kirche haben. | Als sehr wichtig und positiv wahrgenommen wird aber das Engagement der Kirche im sozialen Bereich; es wird dabei nicht nur wahrgenommen, sondern sogar erwartet — genauso wie es geleistet wird. Ebenso wichtig ist für viele Menschen die seelsorgerliche Begleitung in Notsituationen, sei es im Spital, nach einem Unglück, (www.zhkath.ch, 7.4.26)

DS Studio: Was Zürcher Katholiken täglich leisten – Werbung Mit einer neuen Kampagne will die Katholische Kirche im Kanton Zürich ihrem negativen Image entgegenwirken. | Die Katholische Kirche im Kanton Zürich hat an Ostern ihre neue Kommunikationskampagne «miteinander — füreinander» lanciert. Die Kampagne von DS Studio ist im Kino, online und auf Plakaten im gesamten Kanton präsent. | Anlass für die Kampagne ist das öffentliche Image der Kirche: Eine repräsentative Umfrage aus dem Frühjahr 2025 zeigte, dass nur eine Minderheit der Bevölkerung die Katholische Kirche positiv wahrnimmt. Als zentraler Faktor gilt der Umgang mit Missbrauchsfällen, der das Vertrauen vieler Menschen erschüttert hat. Dieselbe Umfrage ergab jedoch auch, dass das soziale Engagement der Kirche in der Öffentlichkeit durchaus anerkannt wird — insbesondere die Notfallseelsorge und Angebote wie Suppenküchen. (www.persoenlich.com, 7.4.26)

In Zürich herrscht Wohnungsmangel. Trotzdem stehen 37 preisgünstige Wohnungen leer – was das mit nachhaltigem Bauen zu tun hat Der aufsehenerregende Fall einer Genossenschaft zeigt, was passieren kann, wenn man die Vorgaben des Minergie-Standards verfehlt. | Die Neubauten gehören der Baugenossenschaft St. Jakob, einer jener bürgerlich-mittelständischen Genossenschaften, von denen vor hundert Jahren mehrere gegründet wurden. Initiant war der Unternehmer und freisinnige Lokalpolitiker Heinrich Hatt-Haller, der eines der grössten Bauunternehmen des Landes aufgebaut hatte. Es wäre interessant, was er zu diesem Fall sagen würde — denn er hat viel mit Bauhandwerk zu tun. | Um zu prüfen, ob ein Haus den Minergie-Normen entspricht, gibt es den sogenannten Blower-Door-Test. Der Name sagt es: Dabei wird ein Gebläse in eine rundum abgedichtete Aussentür eingebaut und dann eingeschaltet. So entsteht im Innern ein Überdruck, und es kann gemessen werden, ob dieser problemlos aufrechterhalten wird oder ob die Luft irgendwo entweicht. | In den Neubauten an der Thujastrasse zog sich die Suche nach der Ursache hin. (www.nzz.ch, 7.4.26)

KI in der katholischen Kirche: Die KI sei mit dir - Für Papst Leo XIV. ist sie ein großes Thema, für Priester und Seelsorger wird sie zum Alltag. Drei Geistliche berichten über ihre Begegnungen mit der Künstlichen Intelligenz. - (www.faz.net, 7.4.26)

Studie zeigt Wege zur Klimaneutralität - - Mit den derzeitigen Maßnahmen kann die EU ihre Klimaziele nicht erreichen, so eine Analyse. Der Weg zu Netto-Null führt demnach am besten über technologische Transformationen sowie strukturelle und gesellschaftliche Veränderungen. - - (www.geb-info.de, 7.4.26)

6.4.26

Klimaschutz: Nein, es ist nicht egal, was Deutschland fürs Klima tut Trump setzt auf Öl, China auf Kohle — und Deutschland soll beim Klimaschutz die Welt retten? Klingt sinnvoll, schreibt unser Gastautor (Ein Gastbeitrag von Felix Ekardt). Diskutieren Sie mit ihm. (www.zeit.de, 6.4.26)

5.4.26

Ringier-Chef Marc Walder prophezeit den Zeitungen ein Massensterben: «In der Schweiz dürften digital nur drei Medienmarken überleben» Marc Walder gehen selten die Worte aus. Medienkrise, Zeitungssterben, Bedrohung durch KI — er findet immer Erklärungen. Doch bei einem Thema wird er wortkarg: der Zukunft von Ringier als Familienunternehmen. | Unmittelbar vor Ostern gab das Verlagshaus den sofortigen Rücktritt von Robin Lingg bekannt. Der 46-Jährige vertritt die Gründerfamilie in sechster Generation. Er war ihr Hoffnungsträger, in absehbarer Zeit sollte Lingg Michael Ringier als Präsident des Verwaltungsrates ablösen. Doch dazu kommt es nicht. | Mit Linggs Ausscheiden stellt sich die Frage, wie lange die Herausgeberin des «Blicks» und der «Schweizer Illustrierten» in Familienbesitz bleibt. Die Familie ist zwar traditionsreich, aber auch klein. Neben Lingg gibt es keine weiteren Anwärter auf eine Führungsposition. CEO Marc Walder, selber mit 10 Prozent am Unternehmen beteiligt, steht vor seiner wohl schwierigsten Aufgabe. (www.nzz.ch, 5.4.26)

Rendite oder Gemeinwohl? Streit um kirchliche Liegenschaften spaltet Zürcher Reformierte Die Kirchen verlieren Mitglieder, ihr Besitz aber bleibt. Kritiker sagen, manche Kirchgemeinden wollten nicht offen zeigen, wie reich sie dank ihren Liegenschaften noch immer seien. In Zürich ist darüber ein harter Wahlkampf entbrannt. (www.nzz.ch, 5.4.26)

EINE ASPHALTFLÄCHE – ENERGETISCH GENUTZT | Regeneration von Erdwärmesonden In Gebieten mit einer hohen Dichte an Erdwärmesonden müssen diese regeneriert werden, damit das Erdreich durch den Wärmeentzug im Lauf der Jahre nicht auskühlt. Ein Demonstrationsprojekt im Zürcher Oberland hat nun ein neuartiges Konzept getestet, das die Wärme von asphaltierten Plätzen für die Regeneration der Sonden nutzt. Fazit: Wärmekollektoren im Asphalt funktionieren, haben bisher aber noch recht hohe Kosten. (pubdb.bfe.admin.ch, 5.4.26)

Bringt es dem Klima nichts, wenn man den eigenen CO2-Ausstoss senkt? Mitnichten Persönliches Engagement gegen die Erderwärmung wird mancherorts belächelt. Doch insbesondere die Bewältigung grosser Herausforderungen beginnt im Kleinen. | Gastkommentar Emilio Marti, Associate Professor für unternehmerische Nachhaltigkeit an der Erasmus-Universität Rotterdam. Er lebt mit seiner Familie in Aarau. | Einerseits führt die Normalisierung des klimafreundlicheren Konsums dazu, dass Menschen entsprechende gesetzliche Anreize und Steuerungen eher befürworten. In der Schweiz sprechen sich laut einer von GfS Zürich im November 2025 durchgeführten Umfrage mittlerweile 65 Prozent der Bevölkerung für eine Flugticketabgabe aus. Andererseits nimmt der Widerstand aus der Wirtschaft gegen solche Massnahmen ab, wenn viele Unternehmen ihre CO2-Emissionen bereits reduzieren — oder er wandelt sich sogar in Unterstützung. | Was als «Loswursteln» kritisiert wird, ist in Wirklichkeit ein zentraler Mechanismus für gesellschaftliche Transformation (www.nzz.ch, 5.4.26)

Tierexperte Andreas Moser: «Die Bejagung von Wölfen dürfte extreme Kosten verursachen» Kein anderes Wildtier polarisiert so stark wie der Wolf. Seit seiner Rückkehr ins Gebiet der Schweiz haben sich die Fronten zwischen Naturschützern und Nutztierhaltern zusehends verhärtet. Wissenschaftsautor Andreas Moser bringt mit seinem neuen Buch «Wölfe — sind sie uns zu nah?» Fakten in die Diskussion. (www.watson.ch, 5.4.26)

Entlastung bei Energiepreisen, erneuerbare Realität und die Empörung über Lösungen Kalenderwoche 14: Statt die Ursachen der fossilen Krisen zu beseitigen, werden Symptome mit Mitteln behandelt, die die Probleme verursachten, kritisiert Claudia Kemfert, Energieökonomin und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°. Die Regierung müsse endlich auf Technologieklarheit setzen, auf intelligente Netze, Speicher, Flexibilität und Erneuerbare. - (klimareporter.de, 5.4.26)

4.4.26

Reto Knutti zu Klimazielen während Öl-Krise: «Es ist geradezu grotesk» Klimaziele haben gerade keine «Hochkonjunktur». Dabei sind diejenigen Länder, welche ihre Ambitionen früh umsetzen, besonders gut gegen externe Schocks wie die Öl-Krise gewappnet. Der Wissenschaftler Reto Knutti erklärt, warum Klimaziele so wichtig bleiben — und wie der Bundesrat seine eigenen schönredet. (www.watson.ch, 4.4.26)

Wer Zeit in der Natur verbringt, wird gesünder, kreativer und sogar klüger Kommen Sie mit ins Grüne, auf einen erforschenden Spaziergang für alle fünf Sinne. (www.nzz.ch, 4.4.26)

3.4.26

Handeln statt hadern | Gegen die Katerstimmung in der Klimadebatte Die Klimabewegung scheint erschöpft zu sein. Doch Fairness und Integrität verlangen, dass wir weiter mutig für den Klimaschutz vorangehen. | Gastkommentar | In ihrem Buch «Besser um die Zukunft streiten», das vor kurzem bei Hanser erschienen ist, setzen sich Barbara Bleisch, Kirsten Meyer, Stefan Riedener, Dominic Roser und Christian Seidel mit zwanzig Glaubenssätzen in der Klimadebatte philosophisch auseinander. | Aus einer tugendethischen Perspektive stellt sich nicht zuletzt die Frage: Wie will ich leben, welche Werte sind mir wichtig? Vielleicht verändert es wenig, ob ich Aktien von klimaschädlichen Zement- oder Stahlfirmen kaufe oder nicht: Wenn ich es nicht tue, werden sich andere Käufer dafür finden. Und trotzdem stellt es eine problematische Art der Komplizenschaft dar, sich mit diesen Geschäften gemein zu machen. Und somit ist es eine Frage der Integrität, das nach Möglichkeit nicht zu tun. | Dazu kommt die Vorbildfunktion von mutigem Handeln. (www.tagesanzeiger.ch, 3.4.26)

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